Handelszeiten der internationalen Finanzmärkte

Der Handel mit Wertpapieren über die Börse findet nicht rund um die Uhr, sondern zu bestimmten Handelszeiten statt. Wann gehandelt wird, richtet sich nach dem jeweiligen Handelsplatz und den Werten, die gehandelt werden sollen.

Die Handelszeiten der Deutschen Börse für das Handelssystem Xetra, die Parkettbörse in Frankfurt, die Terminbörse Eurex und den Rentenhandel sind nicht identisch. Die Handelszeiten im Xetra-System sind von 9.00 Uhr bis 17.30 jeweils mitteleuropäischer Zeit. Dieselben Zeiten gelten auch für den Xetra-Handel mit internationalen Werten. Die einzige Ausnahme bilden hier spanische Werte, die von 9.00 bis 16.30 und damit ein Stunde weniger gehandelt werden können. Die Eröffnungsauktion für den Handel von Aktien über Xetra beginnt um 8.50 und die Schlussaktion startet ab 17.30. Diese Zusätze zu den Handelszeiten sind für Privatanleger jedoch in der Regel nicht von Bedeutung.

Fonds und strukturierte Produkte können ebenfalls über Xetra gehandelt werden, wobei hier die Handelszeiten von 9.00 bis 20.00 deutlich länger sind. Der Handel von Fonds und strukturierten Produkten wird durch Market Maker gestützt, so dass stets eine ausreichende Marktliquidität gewährleistet ist.
Der Handel an der Frankfurter Parkettbörse bietet Anlegern verlängerte Handelszeiten von 9.00 bis 20.00 Uhr an jedem Börsentag. Variabel gehandelte verzinsliche Wertpapiere (Renten) werden von 9.00 bis 17.30 Uhr gehandelt. Die Einheitspreisfeststellung startet um 11.00 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Orders abgegeben worden sein, damit sie noch am gleichen Tag ausgeführt werden können.

Die Handelszeiten an der Terminbörse Eurex weichen von denen im Xetra-System ab. Die Pre-Trading-Phase beginnt für alle an der Eurex handelbaren Produkte bereits um 7.30 MEZ. Ausnahmen bilden lediglich Agrar- und Inflationsderivate, deren Pre-Trading-Phase um 9.00 Uhr startet. CO-2-Derivate können ab 8.00 Uhr gehandelt werden, Wetterderivate ab 9.30 und Immobilienderivate ab 7.00 Uhr.

Verlängerte Handelszeiten: Außerbörslicher Handel

Die Kenntnis der Handelszeiten ist für aktive Anleger sehr wichtig. Werden beispielsweise Verkaufsaufträge nicht rechtzeitig erteilt, muss eine Position möglicherweise über Nacht oder gar über das Wochenende gehalten werden, obwohl dies nicht gewünscht ist.

Immer mehr Banken bieten ihren Kunden die Möglichkeit, außerbörslich zu handeln. Der Handel findet dann direkt zwischen dem Kunden und einem Market Maker statt, der An- und Verkaufskurse für Aktien stellt. Die Handelszeiten im außerbörslichen Handel sind gegenüber den regulären Handelszeiten der Deutschen Börse deutlich länger. So beginnt der Handel meist um 7.30 und endet um 22.30. Einige Market Maker ermöglichen sogar den Handel an Wochenenden. Die verlängerten Handelszeiten sind insbesondere für Anleger wichtig, die gerne mit US-Aktien handeln oder die bei ihrer Marktanalyse das Geschehen in den USA verfolgen. Der Handel in den Vereinigten Staaten endet meist erst um 22.30 MEZ, so dass im Anschluss an die deutschen bzw. europäischen Handelszeiten noch erhebliche Kursveränderungen eintreten können.

Im außerbörslichen Handel schicken Anleger ihre Order nicht ab und warten auf die Ausführung über die Börse. Vielmehr wird vom Market Maker für ein einzelnes Wertpapier ein Kurs angefordert, den dieser dann stellt und für einige Sekunden konstant hält. Der Anleger kann dann selbst entscheiden, ob er die Transaktion zu dem jeweiligen Kurs ausführen möchte oder nicht.

Aktienentwicklung

Die Aktienentwicklung hängt eng mit dem Handel der Aktien an der Börse zusammen.

Aktienkurse Aktuell

Während des Aktienhandels zu den Handelszeiten werden die Aktienkurse aktuell auf dem Börsenparket genutzt.

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